Die gesetzliche Krankenversicherung soll sicher stellen, dass jeder Bürger in Deutschland krankenversichert ist. Wer selbstständig ist lässt sich privat versichern. Das ist in der Regel etwas oder sogar deutlich teurer. Dafür werden den privat Versicherten auch bessere Leistungen geboten. Es gibt Ärzte, die die Patienten mit einer gesetzlichen Krankenversicherung benachteiligen da sie durch Privatpatienten mehr verdienen. Das sollte natürlich nicht so sein aber auch im Krankenhaus wird die gesetzliche Krankenversicherung benachteiligt. Die Patienten werden auf vierer und sechser Zimmer gelegt und werden nicht vom Chefarzt behandelt. Aber auch bei gewissen Leistungen muss der gesetzlich Versicherte bereits zuzahlen wenn der privat Versicherte noch alle Kosten erstattet bekommt.
Dennoch können wir in Deutschland froh sein, dass es die gesetzliche Krankenversicherung für alle Menschen, auch für die sozialschwachen, gibt da diese Versicherung die Verelendung kranker Menschen erfolgreich verhindert. Würde es die gesetzliche Krankenversicherung nicht geben, dann würden sich viele Menschen aus Kostengründen nicht versichern und müssten Arzt- und Krankenhausrechnungen selber bezahlen. Das geht eine Weile gut, bis es einen dann doch trifft und man das Geld für die Rechnungen nicht mehr aufbringt. Ohne die gesetzliche Krankenversicherung würde man diese Leistungen nun nicht beanspruchen können. Deswegen rettet die gesetzliche Krankenversicherung Leben und muss als eine Errungenschaft von unserem Sozialstaat angesehen werden.
Auch für die gesetzliche Krankenversicherung gibt es verschiedene Anbieter und diese haben Unterschiede in ihren Leistungen. Die meisten Leistungen müssen voll oder zum Teil getragen werden. Es gibt aber auch einige Grauzonen bei denen die Krankenkassen selber entscheiden. So kann die gesetzliche Krankenkasse auch das Geld für die dritte Alkoholtherapie verweigern und bei gewissen Medikamenten die Zuzahlung verweigern.